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Dachrinnen & Entwässerung

Dachrinnen vor der Sturmsaison: Worauf Sie in Ostfriesland jetzt achten sollten

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Kontrolle der Dachrinne

Die kräftigen Herbstwinde kommen an der Küste meist ab Oktober. Bis dahin sollten Dachrinnen frei und Fallrohre durchgängig sein – sonst läuft das Wasser dorthin, wo es nicht hingehört. Was Sie selbst prüfen können und wann ein Fachbetrieb ran sollte.

Aktualisiert am 16. September 2026 · Ewald Bodemer GmbH & Co. KG · Lesezeit ca. 5 Minuten

Das Wichtigste in Kürze:
  • Der beste Zeitpunkt für die Kontrolle ist vor dem Laubfall und vor den ersten kräftigen Herbstwinden – also jetzt im September.
  • Eine zweite Reinigung nach dem Laubfall im November ist bei Baumbestand in der Nähe sinnvoll.
  • Nicht nur die Rinne zählt: Fallrohre, Laubfänge und der Übergang in die Grundleitung verstopfen genauso häufig.
  • An der Küste kommt Wind als Faktor dazu – Laub und Moos landen auch dort, wo gar kein Baum steht.
  • Arbeiten auf Leitern und Flächdächern gehören in erfahrene Hände; bei Höhen über dem Erdgeschoss lohnt der Fachbetrieb.

Wann sollten Dachrinnen gereinigt werden?

Zweimal im Jahr ist für die meisten Gebäude die richtige Antwort: einmal im Frühjahr nach der Blüte und einmal im Spätherbst nach dem Laubfall. Wer nur einmal reinigen lässt, sollte den Termin in den November legen – dann ist das Laub unten. Die Kontrolle dagegen gehört in den September, damit vor den ersten Stürmen noch Zeit für Reparaturen bleibt.

Wie oft tatsächlich gereinigt werden muss, hängt weniger vom Gebäude ab als von seiner Umgebung:

UmgebungErfahrungswert
Freistehend, kein Baumbestandeinmal jährlich, im Spätherbst
Einzelne Laubbäume am Grundstückzweimal jährlich
Direkt unter Baumkronen, Nadelgehölzezwei- bis dreimal jährlich
Gewerbeobjekte mit großen Dachflächenfeste Intervalle im Pflegevertrag

Woran Sie erkennen, dass etwas nicht stimmt

Die meisten Schäden kündigen sich an, bevor sie teuer werden. Typische Anzeichen sind überlaufende Rinnen bei starkem Regen, Wasser, das an der Hauswand herunterläuft statt im Fallrohr zu verschwinden, grüne Verfärbungen oder Algen an der Fassade unterhalb der Rinne und stehendes Wasser in der Rinne, das auch Tage nach dem Regen noch da ist.

Letzteres ist der wichtigste Hinweis: Steht das Wasser, stimmt entweder das Gefälle nicht mehr oder der Ablauf ist dicht. Beides löst sich nicht von selbst – im Winter friert das Wasser, dehnt sich aus und arbeitet an den Nähten und Halterungen. Schäden, die im Herbst zehn Minuten Arbeit gewesen wären, sind im Frühjahr häufig ein Rinnenstück zum Tauschen.

Warum das an der Küste eine eigene Rolle spielt

In Ostfriesland ist nicht der Baum das Hauptproblem, sondern der Wind. Laub, Moos und Samen werden über weite Strecken getragen und landen auch auf Grundstücken ohne eigenen Baumbestand. Dazu kommen häufige, länger anhaltende Niederschläge: Eine halb verstopfte Rinne fällt bei kurzen Schauern kaum auf, bei Dauerregen über zwei Tage schon.

Auf flachen und flach geneigten Dächern, wie sie bei Gewerbeobjekten im Emder Umland häufig sind, sammelt sich zusätzlich Material in den Dachabläufen. Hier lohnt der Blick nicht nur auf die Rinne, sondern auf jeden Ablaufpunkt.

Was Sie selbst prüfen können – und wo Schluss ist

Eine erste Einschätzung gelingt vom Boden aus, ohne Leiter: Beobachten Sie die Rinne bei kräftigem Regen. Läuft sie an einer Stelle über, ist dort etwas im Weg. Prüfen Sie unten am Fallrohr, ob Wasser gleichmäßig ankommt, und sehen Sie sich die Fassade darunter an.

Was nicht vom Boden geht, ist kein Fall für die Haushaltsleiter. Arbeiten in Höhe, auf nassen Dächern oder an Gebäuden über dem Erdgeschoss brauchen gesicherte Standflächen und die passende Ausrüstung. Stürze von Leitern gehören zu den häufigsten Unfallursachen bei Arbeiten am Haus – das ist der Punkt, an dem ein Fachbetrieb günstiger ist als das Gegenteil.

Checkliste vor der Sturmsaison

  1. Rinne bei Regen beobachten: Läuft sie irgendwo über?
  2. Fallrohre prüfen: Kommt unten gleichmäßig Wasser an?
  3. Laubfänge und Siebe kontrollieren und freimachen
  4. Übergang Fallrohr zur Grundleitung prüfen – häufige Schwachstelle
  5. Halterungen und Nähte auf Rost, Risse und Lockerung ansehen
  6. Gefälle prüfen: Steht nach Regentagen noch Wasser in der Rinne?
  7. Überhängende Äste über dem Dach zurückschneiden lassen
  8. Bei Gewerbeobjekten: Dachabläufe und Notentwässerung mit kontrollieren

Häufige Fragen (FAQ)

Lohnt sich ein Laubschutzgitter?

Häufig ja, aber es ersetzt die Kontrolle nicht. Gitter halten großes Laub zurück; feiner Schmutz, Moos und Nadeln kommen weiterhin durch und sammeln sich darunter. Bei Nadelgehölzen in der Nähe bringen Gitter erfahrungsgemäß am wenigsten.

Wer ist bei Mietobjekten zuständig?

Die Instandhaltung des Gebäudes liegt in der Regel beim Eigentümer beziehungsweise bei der Verwaltung; die konkrete Aufteilung ergibt sich aus dem jeweiligen Vertrag. Klar ist: Regelmäßige Kontrolle und Dokumentation helfen im Schadensfall beiden Seiten.

Kann im Winter noch gereinigt werden?

Grundsätzlich ja, solange kein Frost und kein Eis auf den Flächen liegt. Sinnvoller ist der Termin vorher: Eine verstopfte Rinne, die zufriert, verursacht genau die Schäden, die man vermeiden wollte.

Was kostet eine Dachrinnenreinigung?

Das hängt von Länge, Gebäudehöhe, Zugänglichkeit und Verschmutzungsgrad ab – ein Reihenhaus und eine Lagerhalle sind nicht vergleichbar. Verlässliche Zahlen gibt es erst nach einem Blick vor Ort; dafür genügt meist ein kurzer Termin.

Wenn Sie ohnehin gerade planen: Kontrolle und Reinigung lassen sich gut mit dem Herbstschnitt und der Laubräumung zusammenlegen – eine Anfahrt, ein Termin. Was wir bei der Dachrinnen- und Fallrohr-Instandhaltung übernehmen, steht auf der Leistungsseite; für Gewerbeobjekte in Emden und Umgebung finden Sie die Details unter Dachrinnenreinigung für Geschäftskunden. Fragen zu einem konkreten Objekt beantworten wir über das Kontaktformular oder am Telefon.