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Gartengestaltung

Gartenumgestaltung planen: Warum der Winter die beste Planungszeit ist

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6 min Lesezeit
Gepflegter Privatgarten – Gartenpflege von Bodemer

Zwischen November und Februar wird geplant, ab März wird gebaut: Wer die Gartenumgestaltung im Winter vorbereitet, hat im Frühjahr Angebot, Material und Termin – und nutzt die Pflanzzeit, statt ihr hinterherzulaufen.

Aktualisiert am 12.10.2026 · Ewald Bodemer GmbH & Co. KG · Lesezeit ca. 6 Minuten

Das Wichtigste in Kürze:
  • Planung von November bis Februar, Ausführung ab März: So nutzen Sie die Frühjahrspflanzzeit, statt ihr hinterherzulaufen.
  • Im Winter ist der Bestand ohne Laub sichtbar, die Problemzonen (Staunässe, Schatten, Wind) sind am deutlichsten.
  • Bodenarbeiten bei Frost und auf nassem Boden sind ungünstig – deshalb wird im Winter geplant und ab dem Frühjahr gebaut.
  • Reihenfolge: Bestandsaufnahme, Wünsche, Entwässerung, Flächen und Wege, Bepflanzung.
  • Angebot, Material und Termin brauchen Vorlauf von mehreren Wochen – wer im Winter anfragt, hat im Frühjahr den Platz im Kalender.

Warum der Winter die beste Planungszeit ist

Im Winter sehen Sie Ihren Garten so, wie er wirklich ist. Ohne Laub sind Grundstücksgrenzen, Sichtachsen, Nachbargebäude und die Struktur der Gehölze erkennbar; nach Dauerregen zeigt sich, wo Wasser steht, und an klaren Tagen, wohin der Schatten fällt. Dazu kommt die Ruhe: Zwischen November und Februar haben Sie Zeit für Wünsche und Entscheidungen, und Fachbetriebe haben Kapazität für Beratung, Aufmaß und Planung. Wer im Winter plant, hat im März ein fertiges Angebot, bestelltes Material und einen festen Starttermin – im April ist das nicht mehr zu bekommen.

Warum im Winter nicht gebaut wird

Bodenarbeiten bei Frost und auf durchnässtem Boden sind ungünstig, und in Ostfriesland ist der Boden im Winter beides. Bagger und Radlader verdichten nassen Marsch- und Kleiboden dauerhaft, Pflasterbett und Fundamente setzen sich später, Beton braucht Frostfreiheit zum Abbinden. Deshalb beginnt die Ausführung in der Regel ab März, sobald der Boden abgetrocknet und frostfrei ist. Was im Winter gut geht: Fällungen und Rodungen in der Vegetationsruhe, Rückbau alter Terrassen und Zäune, und alles, was auf befestigten Flächen stattfindet. So ist der Platz frei, wenn die Saison beginnt.

Die Reihenfolge der Planung

  1. Bestandsaufnahme: Grundstücksmaße, bestehende Flächen, Bäume und Hecken, Zufahrten, Leitungen, Höhenunterschiede, Himmelsrichtung.
  2. Wünsche und Nutzung: Terrasse, Rasen, Beete, Sichtschutz, Zufahrt, Spielfläche, Regenwasser – wer nutzt den Garten wie, und was soll wegfallen?
  3. Entwässerung: Staunässe, Gefälle, Drainage, Regenwasser von Dach und Flächen – wird zuerst geplant, weil alles andere darauf aufbaut.
  4. Flächen und Wege: Terrasse, Pflaster, Zufahrt, Einfassungen; hier entstehen die Höhen, an denen sich die Bepflanzung orientiert.
  5. Bepflanzung: Gehölze, Hecken, Stauden, Rasen – als letzter Schritt, abgestimmt auf Boden, Licht und Wind.
  6. Zeitplan und Angebot: Reihenfolge der Gewerke, Pflanztermine, Materiallieferzeiten.

Für die ersten beiden Schritte haben wir einen Planungsbogen vorbereitet, den Sie zu Hause ausfüllen und zum Termin mitbringen können: Planungsbogen Gartenumgestaltung (PDF).

Entwässerung zuerst

Wer in Ostfriesland einen Garten umbaut, plant zuerst das Wasser. Staunässe nach Regen, Moos im Rasen und faulende Stauden sind Hinweise auf verdichteten Boden oder fehlendes Gefälle; eine neue Terrasse oder Pflasterfläche ohne Entwässerung verschiebt das Problem nur. Drainage, Rigole oder Regenwassernutzung werden vor den Flächen festgelegt, weil sie unter ihnen liegen. Was gegen nasse Böden hilft, erklärt der Ratgeber Staunässe im Garten.

Pflanzzeiten im Blick behalten

Gehölze, Hecken und Stauden werden von Oktober bis März an frostfreien Tagen gepflanzt, Containerware fast ganzjährig, Rasen ab April oder im September. Eine im Winter geplante Umgestaltung erreicht die Frühjahrspflanzzeit genau richtig: Flächen und Wege werden im März und April gebaut, die Bepflanzung folgt im April und Mai. Wer erst im Frühjahr plant, pflanzt im Sommer – mit höherem Gießaufwand und mehr Ausfällen. Alternativ bleibt der Herbst als zweite Pflanzzeit, wenn die Flächen bis dahin fertig sind.

Angebotsvorlauf: Was Sie vorbereiten können

Ein belastbares Angebot braucht einen Termin vor Ort, ein Aufmaß und Ihre Wünsche in geordneter Form. Je klarer die Vorgaben, desto schneller liegt es vor. Bereiten Sie vor: Grundstücksdaten und Lageplan, Fotos der Problemzonen, eine Liste mit Nutzungswünschen in Reihenfolge der Wichtigkeit, Ihren Zeitrahmen und einen Budgetrahmen, innerhalb dessen geplant werden soll. Preise nennen wir nicht pauschal – sie hängen von Fläche, Boden, Entwässerung, Material und Rückbau ab und stehen erst nach der Besichtigung fest.

Häufige Fragen (FAQ)

Warum nicht einfach im Frühjahr anfangen?

Weil dann alle anfangen. Im Frühjahr sind Angebotsphase, Materialbeschaffung und Terminplanung schon durch, wenn im Winter geplant wurde. Wer erst im April anfragt, bekommt oft erst im Sommer einen Termin und verpasst die Frühjahrspflanzzeit.

Kann im Winter überhaupt im Garten gearbeitet werden?

Bodenarbeiten bei Frost und auf durchnässtem Boden sind ungünstig: Der Boden verdichtet, Fundamente und Pflaster setzen sich später. Fällungen, Rodungen und Rückbau sind dagegen im Winter gut möglich, weil die Vegetation ruht.

Wann werden neue Pflanzen gesetzt?

Gehölze und Stauden wurzelnackt oder mit Ballen von Oktober bis März an frostfreien Tagen, Containerware fast ganzjährig. Rasen wird ab April oder im September angesät. Die Bepflanzung ist in der Regel der letzte Schritt nach Flächen und Wegen.

Was kostet eine Gartenumgestaltung?

Das lässt sich ohne Besichtigung nicht seriös sagen. Die Kosten hängen von Fläche, Entwässerung, Bodenverhältnissen, Materialwahl bei Pflaster und Terrasse, Pflanzgrößen und dem Rückbau des Bestands ab. Ein Angebot gibt es nach einem Termin vor Ort, auf Basis Ihrer Wünsche und einer Bestandsaufnahme.

Bodemer plant und baut Gartenumgestaltungen in Emden und Ostfriesland – von der Entwässerung über Pflaster und Terrasse bis zur Bepflanzung. Mehr auf der Seite Gartenpflege und Gartengestaltung oder direkt über den Kontakt.